Schrenzerschule
Haupt- und Realschule des Wetteraukreises mit Förderstufe

     

50 Jahre Schrenzerschule


Der Hauptschulzweig an der Schrenzerschule

Der Hauptschulzweig ist für Kinder geeignet, die etwas mehr Zeit und Anleitung beim Lernen brauchen oder die in einem schwierigeren Schultyp momentan überfordert wären. Viele Eltern erhoffen sich eine intensivere pädagogische Zuwendung für ihr Kind und die wird in der Hauptschule durch kleinere Klassengrößen und gut miteinander eingespielten Lehrerteams ermöglicht.
Die Behauptung, auf der Hauptschule lernen die Kinder nichts, ist falsch. Das Lern-Pensum ist allerdings etwas abgespeckt, die Lernstoffe sind praktischer, mehr lebensbezogen und werden mit dem Lehrer/der Lehrerin in kleinen Schritten geübt.


Projektarbeit steht auf der Tagesordnung. Schülern, die sich mit selbstständigem und abstraktem Lernen schwer tun, hilft das. Viele Eltern erleben zum Beispiel den Hauptschulzweig an der Schrenzerschule als tolerant, offen, zeitgemäß und gerecht. Dies hängt damit zusammen, das Lehrpläne und Stundentafel den Lehrkräften mehr Freiheiten einräumt und das Klassenlehrer/innen-Prinzip stabilere Schüler-Lehrer-Beziehungen ermöglicht. Im projektorientierten Arbeiten werden aktuelle, lebensnahe Themen fächerübergreifend behandelt und es wird ein intensiver Bezug zur Arbeitswelt durch das Fach Arbeitslehre, durch Betriebspraktika und Praxistage hergestellt.
Mit Hilfe von Potenzialanalysen und dem berufsfeldbezogenen Analyse-Instrument hamet II werden Stärken und Schwächen der Hauptschüler/innen getestet und detailliert besprochen. Seit dem Schuljahr 2004/2005 ist an der Schrenzerschule Butzbach auch der Besuch einer SchuB-Klasse möglich. SchuB bedeutet "Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb". Diese Maßnahme wird an 80 Schulen in Hessen mit ca. 1700 Schülerinnen und Schülern durchgeführt.


Finanziell unterstützt durch das Land Hessen und gefördert durch den Europäischen Sozialfond gibt dieses Projekt Jugendlichen die Chance durch verstärkte Praxisorientierung den Übergang von Schule in die Berufswelt fließender zu gestalten. Mit zwei Praxistagen in Betrieben der Region werden Erfahrungen und Lebenswirklichkeiten des Berufslebens mitten in die Schule geholt.
Das Projekt SchuB bereitet die Jugendlichen auf das Berufs- und Arbeitsleben vor, ist projekt- und handlungsorientiert. In den Kernfächern Deutsch und Mathematik werden, nicht zuletzt auch durch Förderunterricht, verstärkt Basiskompetenzen vermittelt, während die anderen Fächer zu Lernbereichen gebündelt werden. SchuB hat sich in den letzten Jahren als sehr erfolgreich erwiesen, denn über neunzig Prozent der SchuB-Schüler/innen erlangten einen Hauptschulabschluss und viele dazu noch eine Ausbildungsstelle.
Übrigens - nach der Hauptschule geht es auch immer weiter. Wenn der Schüler/die Schülerin möchte, kann er/sie nicht nur einen Beruf erlernen, sondern auch den Weg zum Mittleren Abschluss beschreiten, etwa über die zweijährige Berufsfachschule. An der Schrenzerschule haben im Schuljahr 2007/2008 97 Prozent der Hauptschüler den Hauptschulabschluss erreicht 54 Prozent sogar den Qualifizierenden Hauptschulabschluss, der zum Besuch der zweijährigen Berufsfachschule berechtigt.
Andreas Weiss

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