50 Jahre Schrenzerschule
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Schüler erlernen die Gestaltung ihres eigenen Lernprozesses
Butzbach. Eine arbeitsame Atmosphäre war während der kürzlich durchgeführten Methodentage an der Schrenzerschule in vielen Klassen zu spüren. Viele Schüler empfanden die sonst so beliebten Pausen als störende Unterbrechung des Methodentages. Während der Methodentage beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, wie sie sich besser für Klassenarbeiten oder Abschlussprüfungen vorbereiten können oder wie sie ganz allgemein ihre zu erledigenden Aufgaben so einteilen und organisieren können, dass kein unnötiger Stress entsteht.
Das Methodentraining wird an der Schrenzerschule pro Schuljahr zweimal an jeweils zwei aufeinander folgenden Tagen durchgeführt. Der planmäßige Fachunterricht tritt an diesen beiden Tagen in den Hintergrund. Nach dem ersten Durchgang in diesem Schuljahr im Herbst letzten Jahres, lernten die Schrenzerschüler nun verschiedene Arbeitstechniken wie Nachschlagen, Heftführung sowie Plakatgestaltung genauer kennen und erkannten den Nutzen dieser Techniken für ihr Lernen und Arbeiten in der Schule kennen. In anderen Klassen standen Lerntechniken wie Arbeiten mit einer Lernkartei, die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit oder die für die Abschlussklassen unmittelbar bevorstehenden Abschlussarbeiten im Vordergrund.
Besondere Projekte hatten sich die siebten Klassen vorgenommen. In den Hauptschulklassen wurden Techniken eingeübt, die den Schülern helfen, Inhalte besser im Gedächtnis zu behalten. Zum Inhalt einer Lektüre wurden hier klassenübergreifend Lernspiele, ein kleines Theaterstück und kleine Tests entwickelt. Die Klasse R 7d beschäftigte sich in Fortsetzung zu ihrem kürzlich durchgeführten Teamentwicklungsseminar sehr ausführlich mit der Frage der Organisation des eigenen Lernens. Dieses Projekt erstreckte sich jeweils über den ganzen Tag. Die Schüler sorgten durch gemeinsames Kochen und Backen in der Schulküche selbst für ihre Verpflegung. Höhepunkt dieses Self-Management-Seminars war eine Übernachtung in der schuleigenen Turnhalle. In dem Projekt selbst entdeckten die Siebtklässler, dass Lernen durchaus Spaß machen kann, wenn man sich von den tradierten Lehr- und Lernformen befreit und den Lernprozess selbst gestalten kann. Der Blick über den Gartenzaun in andere Schulen lieferte den Schülern eine ganze Reihe von Anregungen hierzu